Rocinante Espresso von Quijote

Aaahhhh. Schon als der Espresso volumig aus dem Siegträger rinnt, ist die Freude groß. Die Crema ist üppig und haselnussbraun marmoriert und löst bei mir Freude aus. Und dass, obwohl neulich im Magazin Crema zu lesen war, dass die Crema beim Espresso tendenziell überbewertet ist. Subjektiv kann ich diese optische und sensorische Komponente nicht außer Acht lassen.

Ach ja, der Rocinante Espresso von den Hamburger Röstern Quijote. Der Espresso schmeckt dunkel und schokoladig und macht einfach zufrieden. Ich vergebe auf der fünfteiligen Skala für Crema und Geschmack zweimal die Bestnote. Und ich freue mich darüber, dass mir jemand die Bohnen aus Hamburg mitgebracht hat.

Neu von Quichote aus Hamburg: Rocinante. Probieren lohnt sich.

Röster-Info

Auch wenn landläufig Robusta-Varietäten als günstige Auffüllmaterial gelten, um die tendenziell teureren Arabicas zu sparen – einmal mehr zeigen die Hamburger, dass sie auch mit Robusta-Blends ein gutes Endprodukt kreieren können. Beim Rocinante sind laut Quijote 60 Prozent gewaschener Arabica aus Peru – von der Cooperative Cenfrovafe. 40 Prozent kommen laut Etikett als gewaschener Robusta aus Ecuador von der Kooperative Asosumaco.

Beide Kooperativen sagen mir auf Anhieb nichts, aber grundsätzlich ist diese Zusatzinformation immer zu begrüßen. Sie erhöht immer die Produkttransparenz und wenn man es mal genau wissen will, kann man sich mal mit der Google-Alternative Startpage.de oder Qwant.com sich im Internet auf die Suche begeben.

Es muss ja nicht gleich eine Lebensmittel-Ampel sein. Produktinfos finde ich aber immer hilfreich.

Transparenz

Ich hatte es wohl früher schon mal erwähnt. Quichote fällt immer wieder in diesem Bereich als vorbildlich auf. Mit ist kein anderer Röster bekannt, der so beherzt die internen Karten auf den Tisch legt. Unter der Rubrik Transparenz werden Röstprofile, Einkaufspreise und Kalkulationen und Ähnliches veröffentlicht. Selbst für Rabatte muss man nicht im Hinterzimmer schachern, sondern man schaut einfach auf die Rabattstaffel für z.B. Webshopeinkäufe.

Ich selbst bin da außen vor. Dann angesichts der Vielfalt an Bohnen bleibe ich dabei: maximal ein Kilo je Bohne. Der einzige Nachteil dabei: Man ist auch vor negativen Überraschungen nicht gefeit. Außerdem beschleicht mit bei der wachsenden Röstergemeinde das Gefühl, dass der Bohnenberg vor mir nicht kleiner sondern größer wird.

29.03.2019

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