Markt: Fairtrade-Kaffee im Aufwind

Fairtrade-Kaffee legt in Deutschland zu

Ein guter Espresso muss zuallererst einmal die Genusslust befriedigen. Erst danach kann man sich mit der Bio-Qualität, mit dem zertifizierten Herstellungsweg via Fairtrade oder mit den Bezugsquellen hierzulande, wie Direktverkauf über Rösterei, Fachhandel oder Online-Shopping.

Auch wenn die Verbraucher am allerliebsten zur Fairtrade-Banane greifen, auch das Geschäft mit erzeugerfreundlichen, weil teureren Fairtrade-Kaffeebohnen legt in der deutschen Konsumlust zu. Fairtrade-Kaffeeverkäufe entwickelten sich im letzten Jahr mit vier Prozent Wachstum auf knapp 14.000 Tonnen positiv. Der Marktanteil in Deutschland liegt allerdings bei übersichtlichen drei Prozent.

Espresso trinken und helfen

Espresso, Bananen, Kakao oder Blumen mit Fairtrade-Siegel sorgten im letzten Jahr für einen Gesamtumsatz von 978 Millionen Euro in Deutschland. Das entspricht einem Zuwachs von 18 Prozent oder rechnerisch zwölf Euro pro Verbraucherkopf und Jahr in Deutschland. Den Produzentenorganisationen in Schwellen- und Entwicklungsländern bescherte das nicht nur stabile Preise und eine zusätzliche Sozialprämie, zuletzt immerhin 16 Millionen Euro. Die Prämie wird zusätzlich zum Verkaufspreis gezahlt und fließt in Projekte wie die Verbesserung der Infrastruktur, Organisationsaufbau, Bildungsarbeit und direkte Unterstützung für Kleinbauernfamilien oder lohnabhängig Beschäftigte auf Plantagen. Um vor Ort noch gezieltere Unterstützung anzubieten, hat Fairtrade International Arbeitsschwerpunkte zu den Themen Frauen- und Kinderrechte, Klimawandel, Arbeiterrechte und Stärkung von Kleinbauern festgelegt.

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