Espresso Cargado

Espresso Cargado mit Gepa-Siegel

Beim Einkaufen schaue ich immer wieder in der „Dritten Welt-Ecke“ vorbei, um Neues zu entdecken. Zum Espresso Cargado habe ich zum zweiten Mal gegriffen, weil ich den in guter Erinnerung hatte. Mein Urteil für das Ergebnis in der Espressotasse: 4 von 5 Punkten für die nussbraune Crema, für den Geschmack gebe ich 3,5 von fünf Punkten. Leicht säurebetont finde ich ihn, geschmacklich „mittelkomplex“, also man schmeckt mehr, als erwartet. Aber auch nicht so viel, dass es mich vom Hocker haut. Ich sage mal deutlich erdig-nussig, aber auch nicht mehr. Der Eigenbeschreibung „aromatisch-kräftiger Geschmack und elegante Crema“ kann ich aber nur teilweise folgen. Die Langzeitröstung besteht zu 70% aus Arabica-Bohnen, 30% sind Robusta. Verarbeitet wurden fünf Sorten aus Nicaragua, Tansania und Uganda, die ich allerdings nicht herausschmecke.

 

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Espresso Cargado

Espresso Cargado

Dritte Welt glücklich trinken

Fair Trade-Produkte finde ich prinzipiell gut. Der geneigte Mitteleuropäer dürfte in der Regel locker in der Lage sein, den Mehrpreis für Kaffee, Schokolade oder Reis zu bezahlen. Zumal dafür die operative Einheit am anderen Ende der Welt, der Bauer mit seiner Familie oder das landwirtschaftliche Mini-Kollektiv, deutlich mehr Geld für ihre Ernte bekommen, als beim freien Spiel der Weltmarkt-Kräfte. Denn in diesem Geschäft drängeln sich immer wieder gern Spekulanten rein, die mit gut gefüllten Kassen das Kräftespiel von Angebot und Nachfrage pervertieren.

Der Nachteil bei Produkten etwa aus dem Hause Gepa (www.gepa.de), der im Übrigen auch auf entsprechende Bio-Produkte zutrifft. Geschmacklich will ich nicht für die Dritte Welt leiden. Das war schon vor über 20 Jahren so, als ich mit TransFair-Kaffee, damal snoch gemahlen, gekauft habe und außer einem guten Gewissen keinen Mehrwert entdecken konnte. Gestaunt habe ich beim Cargado, wo der überall im Netz zu bekommen ist. Es scheint sich also um ein bedeutendes Produkt mit Gepa-Siegel zu handeln, zum Kilopreis von knapp 18 Euro. Abei: Fair Trade und oder Bio gut und schön, aber am Ende ist und bleibt der Genuss entscheidend.

 

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