Espresso: Bio Cafe Yungas

Geschmack und Milde in einer Tasse

In meiner Mühle befinden sich derzeit – leider nur – 250 Gramm Yungas, ein Bio-Kaffee mit einem Naturland-Zertifikat aus dem bolivianischen Hochland. Die Bohne aus der Reihe „Cafe Rarität“ wird über den Online-Shop von Gepa angeboten. Der Internetpreis liegt hier bei 7,29 Euro, bei meinem Edeka-Supermarkt (E-Center-Schätz) seltsamerweise bei unter 7 Euro. Nach der gefühlten Internet-Logik müsste der Online-Preis evtl. mit Versandkosten eigentlich unter dem Preis des stationären Handels liegen.

Der Yungas kommt dunkel aus der Maschine und bekommt für die Crema 4 von 5 Punkten. Der Mythos, dass Arabica-Bohnen keine Crema liefern, ist somit erneut widerlegt, auch wenn Robusta grundsätzlich stattlichere Crema liefert.  Die in der Produktbeschreibung mit 2 von 5 Kaffeebohnen als mild bezeichnete Hochlandbohne ist tatsächlich mild, leicht nussig und schokoladig und stellt die Erwartungen zufrieden. Dafür gibt es ebenfalls 4 von 5 Punkten.

Naturland-Bohnen Yungas aus dem bolivianischen Hochland

Naturland-Bohnen Yungas aus dem bolivianischen Hochland

Regionalität ist im Kommen

Regionalität bei Lebensmitteln halte ich per se schon für einen Gewinn. Nur durch diese Lokalisierung kann man überhaupt nur die Angebote im Regal unterscheiden. Bei einer Nürnberger Bratwurst gibt es zwar einen streng eingegrenzten Herstellungsort – mehr aber auch nicht. Ob das Bratwurstgehäck von einem Landwirt vor Ort, aus Norddeutschland, der Ukraine oder sonstwo herkommt, lässt sich anhand eines intransparenten Lebensmittelrechtes nicht nachvollziehen. In diesem Fall kommt der Bio-Arabica von der Monte Verde-Kooperation aus Bolivien, angebaut auf einer Höhe von 1.600 bis 1.850 Metern in der „Kaffee-Provinz“ Caranavi. Konsequenterweise werden die Bohnen laut Anbieterbeschreibung „handgeflückt und sonnengetrocknet“. Das schmecke ich nicht heraus, gibt aber mit Blick auf den gesamten Herstellungsprozess ein gutes Gefühl.

Öko-Text-Bestnote für Yungas

2012 (!) wurde auch der Yungas unter die Lupe genommen. Gepa weist auf das ausgezeichnete Abschneiden bei dem Öko-Test  hin. Demnach wird bei den Test z.B. eine fünfprozentige Abweichung bei der Herkunftsangabe toleriert. Bei dieser Gepa Cafe-Rarität wurden allerdings keine anderen Anbauregionen identifiziert.

 

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