Die Milch machts!

Fast hätte der Besuch in der Hamburger Rösterei nicht geklappt. Denn so schön alternativ OpenStreetMap ist, es verzeiht keine Rechtschreibfehler. Das kann bei der Ditmar-Koel-Straße – oder war es Dietmar oder Köhl – schnell passieren. Nur dank eines analogen Blicks auf das Straßenschild wird klar, die Ditmar-Koel-Straße ist erreicht – und dann die Fassade mit der kultigen 50er Jahre Schrift Milch- Feinkost schnell entdeckt. Theoretisch gibt es zwar eine Homepage unter www.milchfeinkost.de. Bei Testaufruf lande ich aber immer bei Facebook – ein no go für den Facebook-Abstinenzler.

Rösterei Milch im guten 50er Jahre Look and Feel

Dreierlei Espresso

Im Ausschank gibt es dreierlei Espresso mit klangvollen Namen, wie „Elbvertiefung“, „Hamburger Rummel“ und „Tanzania Iyela“ (allesamt zwischen 6,50 Euro bis 8,50 Euro je 250 Gramm). Sie thronen auf den drei Mühlen auf der blau gekachelten Bar neben der futuristischen Spirit-Maschine, ein Kultdesign aus niederländischer Handarbeit aus dem Hause Kees van der Westen.

Echte, kleinteilige Handarbeit im Hause Milch

 

Die „Milch-Bar“

Die Elbvertiefung bekommt für eine solide Crema 3 von 5 Punkten, der Körper ist fruchtig und wird nach hinten überraschen größer (3 von 5). Tanzania hat eine deutlich hellere und schwächere Crema (2 von 5) und für die einfach fruchtige Note (2 von 5). Der Rummel hat durchaus knappe 5 Punkte für die Crema verdient, für den komplexen Geschmack 4 von 5 Punkten.

Anders als manchmal beschrieben röstet Inhaber Nico Ueckermann mittlerweile selbst in beschaulichen Größen. Der kleine Röster fasst gerade Mal zwei Kilo Rohbohnen und ist der offensichtliche Beleg für die Handarbeit rund um das schwarze Gold.

Leider ohne „Kult-Branding“

Ein schönes Cafe und eine Rösterei, deren Besuch lohnt. Man sitzt in dem reduzierten Ambiente angenehm. Obwohl ein ständiges Kommen und Gehen herrscht, sorgt es für keinerlei Unruhe. Das Hamburger Portugiesenviertel hat einen guten Grund auch ohne Hunger in diese Gegend zu kommen.

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