Cafe Meier im österreichischen Linz

Hier sollte man auf alle Fälle einkehren: Das Cafe Meier am Linzer Pfarrplatz ist ein Pflichtbesuch für den Cafe-Freund. Selbst wenn bei schönem Wetter die Außenbestuhlung besetzt ist, auch im Inneren des Cafes lässt es sich außergewöhnlich angenehm sitzen. Da das Rauchverbot im Sommer 2016 noch nicht vollzogen ist, kann im oberen Raum zum Espresso noch geraucht werden. Das zählt ja mittlerweile europaweit zu eher seltenen Erlebnissen.

Espresso und Zigarette im Cafe Meier, Linz (2016)

Espresso und Zigarette im Cafe Meier, Linz (2016)

Etwas bescheiden wird mit einer kleinen Info – nicht in der Karte – sondern auf dem Kartenständer auf die hauseigene Rösterei hingewiesen. Sortenreine Arabica-Bohnen u.a. aus Indien, Mexiko oder Äthiopien. Die drei Espressi, die ich dort probiert habe bekommen geschmacklich die Topnote 5 (Indien), Honduras 4 und 3 für den Mexico-Chiapas. Für die Crema erhalten alle die schwer enttäuschende Note 1, also Crema nahezu nicht in der Tasse zu entdecken.

Der Raucherbereich des Cafe Meier, Linz

Der Raucherbereich des Cafe Meier, Linz

Im oberen Gastraum im Cafe Meier kann noch geraucht werden.

Im oberen Gastraum im Cafe Meier kann noch geraucht werden.

 

Der untere Gastraum mit Theke.

Der untere Gastraum mit Theke.

 

Blick auf das Cafe Meier mit Rösterei auf dem Linzer Pfarrplatz

Blick auf das Cafe Meier mit Rösterei auf dem Linzer Pfarrplatz

Leider, denn sicherheitshalber habe ich mir die indische Röstung zum Testen daheim mitgenommen. Und erwartungsgemäß kommt neben einem ausgezeichneten Geschmack auch einer Top-Crema aus der Maschine. Das Drama vor Ort am Linzer Pfarrplatz: Die Mühle ist wohl zu grob eingestellt. Schade, dass im Ladenverkauf nur 250 Gramm-Päckchen (India: 6,40 Euro) zu bekommen sind. Im Internet gibt’s auch ein Bohnenkilo für 25 Euro. Gefühlt, die obere Preisgrenze, aber durchaus gerechtfertigt.

 

Egal: Linz ist immer wieder einen Besuch wert, Altstadt, das Kunstmuseum Lentos oder das international renommierte Multimediamuseum Ars Electroniva  (AEC) sind gute Gründe für ein anregendes Wochenende. Zumal die alte Stahlstadt an vielen Ecken und Enden, etwa auch mit der Revitalisierung der alten Tabakfabrik zu einer Brutstätte für Kultur- und Kreativwirtschaft, engagiert den Wandel der Landeshauptstadt Oberösterreichs vorantreibt und bereits als UNESCO City of Media geadelt wurde.

Und auch das Cafe Meier ist ein lohnenswertes Ziel. Vielleicht wird ja bereits an der Theke die Espressomühle besser eingestellt.

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