Cafe Maya Kaffeerösterei

Kaffeerösterei Maya

Für den Hamburgbesucher liegen die Cafes der Kaffeeröster es nicht unbedingt in der Nähe touristischer Attraktivität, daher man muss sich entscheiden: Lieber Elbgold, Quijote-Kaffee oder die Maya Kaffeerösterei? Die Wahl fiel auf Maya, einen Steinwurf von der S-Bahn-Haltestelle Hammerbrook entfernt.

Blick durch das Cafe Maya auf die gläserne Rösterei

Blick durch das Cafe Maya auf die gläserne Rösterei

Leider keine Maya-Sammlertasse

Leider keine Maya-Sammlertasse

Man sitzt schön im Maya, neben den kleinen Tischen finden sich auch gute 60er Jahre-Möbel, die teils mit ausgedienten Kaffeesäcken bezogen sind. Für den neugierigen Kaffeefreund sind Bohnenproben ausgelegt und man kann einen Blick in die gläserne Rösterei werfen – leider war dort kein Betrieb.

Der Malus eines Spontanbesuchs: Man trifft auf einen Regelbetrieb, der vielleicht ein authentisches Bild wiedergibt. Allerdings lässt sich so nicht immer das Potenzial eines Espressos erkennen. „Es ist der Kräftige“, heißt es lapidar beim Bestellen, um welche Bohnen es bei Spezialisten für äthiopische und mexikanische Sorten handelt, war im Tagesbetrieb nicht zu erfahren. Auf der Homepage ist zumindest zu erfahren, dass für die Mexikaner die Arabica-Hochlandbohnen und der Robuste Bukoba im EU-Bio-Verfahren angebaut werden.

Maya Kaffeerösterei, Hamburg

Maya Kaffeerösterei, Hamburg

Geröstet wird mit einer Joper Trommelröstanlage, je nach Kaffeesorte zwischen 15 und 20 Minuten bei einer mittleren Rösttemperatur von ca. 200 Grad Celsius, ist im Internet nachzulesen. Empfohlen wurde mir „Röstmeister Igor“, der sich viel Zeit für Gäste nimmt und sie in die Geheimnisse seiner Arbeit gern und ausgiebig einweiht. Wie gesagt. Leider war er nicht da.

Espresso-Konsumentenerfahrung

Ich habe drei Tassen Espresso geordert, „kräftig“ (und unbekannt), dann hing ein einer Mühle das Schildchen „Tierra Madre“ und der dritte, „Mexiko“, wurde mir als „mild“ verkauft. Alle drei hatten eine mäßige Crema, der „Milde“ entpuppte sich als die berüchtigte „Gastro-Fehlbrandmischung“, er schmeckte eindimensional und streng nach verbrannter Röstware. Auch der angeblich schokoladige Tierra Madre und der Kräftige konnten nicht beim Besuch überzeugen.

Dass man einen Moment mit einer unwirschen Bedienung erwischt kann vorkommen, ist aber unnötig. Ob Wasserdruck zu gering oder Mühle nicht richtig eingestellt oder das Sortiment einfach nicht in mein Geschmacksschema passt – ich komme wieder und möchte mich gern mal auf die originelle Außenbestuhlung aus umgebauten Europaletten setzen.

Außenmöblierung der Maya Kaffeerösterei, Hamburg

Außenmöblierung der Maya Kaffeerösterei, Hamburg

 

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