Lasst uns mit Basilius froh und munter sein….

Mit seiner 18. Auflage ist der Regensburger Weihnachtsmarkt im Schloss St. Emmeram von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis im letzten Dezember erwachsen geworden. Für mich war es der erste Besuch, überhaupt der erste Weihnachtsmarkt mit Eintritt – und dass, obwohl sich die anderen Angebote in der Stadt auch sehen lassen können. Das Highlight sind natürlich die Kaffeebohnen, die ich per Zufall an einem Stand mit Kunstgewerbe gefunden habe. Basilius – von der Rösterei hatte ich noch nie gehört.

Weihnachtsmarkt in Glorias Schloss
„Lasst uns mit Basilius froh und munter sein….“ weiterlesen

Oh Kaffeebaum! Oh Kaffeebaum!

… wie schön blühn deine Kirschen. Es sollte eigentlich eine besinnliche Weihnachtszeit werden, aber auf meinen Schreibtisch türmen sich Notizen, Bohnen und Fotos, die ich eigentlich noch vor Weihnachten bearbeiten wollte. Satz mit „x“: Das war wohl nix! Oder um es mit dem vor 71 Jahren gestorbenen Karl Valentin zu sagen: „Wenn die staade Zeit vorbei ist, dann wird’s vielleicht wieder ruhiger.“

Zur Weihnachtszeit ein Muss: Plätzchen aus Mürbteig mit Schokostreusel in Tassenform
„Oh Kaffeebaum! Oh Kaffeebaum!“ weiterlesen

Der Elefant für das Porzellan-Sparschwein

Berlin: Five Elephant mit einem farblich abgestimmten Bohnensortiment

Der Weg in Berlin vom Schlesischen Tor zur Rösterei Five Elephant Roastery führt durch den Görlitzer Park, von dem in den Medien unangenehme Sachen zu hören sind. Unangenehm ist allerdings nur das spätherbstliche und nasskalte Wetter – vom rechtsfreien Raum und der Kapitulation des Rechtstaats ist nichts zu entdecken.

„Der Elefant für das Porzellan-Sparschwein“ weiterlesen

Endlich: Brew Brothers mit Quijote-Bohnen

Quijote-Fans haben in Hamburg eine neue Adresse in St.-Pauli

Bislang hatte ich es noch nicht geschafft, die Hamburger Rösterei Quijote Kaffee zu besuchen. Dabei gibt es mindestens zwei gute Gründe dafür. Zum einen habe ich bei den Bohnen, die mir mitgebracht wurden oder die ich bestellt hatte, immer gute oder gar sehr gute Erfahrungen gemacht. Zum anderen ist das, wie sich der Betrieb in Sachen Ökologie, Transparenz und Gerechtigkeit, einzigartig – zumindest aber sehr vorbildlich. Auf der Homepage ist zu lesen, dass die Entlohnung für die Kaffeeproduzenten überdurchschnittlich bei bis zu einem Drittel liegt.

„Endlich: Brew Brothers mit Quijote-Bohnen“ weiterlesen

Neugier auf Leogold

Gab es einen guten Grund, noch einmal in die Braunschweiger Rösterei Leogold zu fahren? Der erste Besuch im letzten Jahr war eine pappige Enttäuschung, als der Espresso tatsächlich im Pappbecher serviert wurde.

Der gute Grund heißt Neugier. Die ist wohl so stark ausgeprägt, dass sie auch Frustrationen abhaken kann und einen neuen Versuch startet. Bleibt noch die Frage: Neugier für mehr Wissen? Neugier auf Erfahrung? Gibt es am Ende auch eine Sammlerneugier?

„Neugier auf Leogold“ weiterlesen

Rocinante Espresso von Quijote

Neu von Quichote aus Hamburg: Rocinante. Probieren lohnt sich.

Aaahhhh. Schon als der Espresso volumig aus dem Siegträger rinnt, ist die Freude groß. Die Crema ist üppig und haselnussbraun marmoriert und löst bei mir Freude aus. Und dass, obwohl neulich im Magazin Crema zu lesen war, dass die Crema beim Espresso tendenziell überbewertet ist. Subjektiv kann ich diese optische und sensorische Komponente nicht außer Acht lassen.

„Rocinante Espresso von Quijote“ weiterlesen

Gute Frage: Wieso denn Kassel?

In den Hinterzimmern meines Gehirns hat sich das Vorurteil von Kasel mit der langweiligsten Innenstadt Deutschlands festgesetzt. Dazu kommt noch die leichte Verkrampfung bei den Kasseler Bergen, um rechtzeitig auf der Autobahn vor dem Blitzer das Tempo anzupassen. Subjektiv keine gute Ausgangslage, um nach gut 30 Jahren mal wieder die 200.000 Einwohnerstadt zu besuchen.

Die Kaffeerösterin

Am Ende wird es nur ein Aufenthalt von nicht einmal einer Handvoll Stunden. Bei der Gelegenheit habe ich bei der Kaffeerösterin vorbeigeschaut. Aus Gendersicht ist das durchaus auffallend, Frauen allein an der Spitze von Röstereien finden sich meiner Erfahrung zufolge nicht so häufig. Auf Anhieb fällt mir jedenfalls keine andere ein.  

Die Kaffeerösterin in Kassel
„Gute Frage: Wieso denn Kassel?“ weiterlesen

Morgen Kiiiiinder, wird es etwas geheebeen…

Weihnachtszeit für Espressofreunde sind eine harte Zeit. Viele Röstereien haben sich in die Ferien verabschiedet und lassen ihren Laden einfach dicht. Das ist wahrscheinlich gerechtfertigt, für potenzielle Besucher, die an der verschlossenen Tür rütteln, allerdings schade.

„Morgen Kiiiiinder, wird es etwas geheebeen…“ weiterlesen

Espressolab marschiert in Nürnberg auf

Das Espressolab Germany in der Nürnberger Schillerstraße

An einem Samstagvormittag ein paar Wochen nach Eröffnung ins Nürnberger Espressolab? Keine gute Idee, denn der riesige Laden ist gerammelt voll, Direktor Özgür Cam rotiert, um nachströmenden Gästen noch einen Platz anzubieten und dem Team im Vorbeigehen noch Anweisungen zuzurufen. Als Notbehelf wird sogar die durch eine Glastür getrennte Schaurösterei geöffnet, um weiteren Platz zu schaffen. Vielleicht hatten alle den Artikel Espressolab Im alten Malzlager Cappuccino trinken der Nürnberger Nachrichten gelesen.

„Espressolab marschiert in Nürnberg auf“ weiterlesen

„Gutes Geld“ für gute Bohnen

Ob das Jahr 2018 für Kaffeebauern ein gutes Jahr war, hängt von deren Geschäftsmodell ab. Wer Arabica-Bohnen über die New York Board of Trade (NYBOT) gehandelt hat, musste das Jahr mit einem ordentlichen Minus abhaken. Mit einem Minus von über 15 Prozent und einigen zackigen Ausschlägen nach oben und unten fiel der Kaffeepreis zum Jahreswechsel auf 1,01 US Dollar.

Für Kleinanleger, die sich als Rohstoffspekulanten betätigen, finden sich Fonds, ETFs oder Futures. Oder sie legen sich die Aktien der italienischen Massimo Zanetti Beverages Group (MZBG) ins Depot. Doch die Kaffee-Holding, die insbesondere durch Segafredo und die gleichnamigen Bars bekannt ist, zeigt sich beim Aktienkurs eher als Wertvernichter.

„„Gutes Geld“ für gute Bohnen“ weiterlesen