Der Elefant für das Porzellan-Sparschwein

Berlin: Five Elephant mit einem farblich abgestimmten Bohnensortiment

Der Weg in Berlin vom Schlesischen Tor zur Rösterei Five Elephant Roastery führt durch den Görlitzer Park, von dem in den Medien unangenehme Sachen zu hören sind. Unangenehm ist allerdings nur das spätherbstliche und nasskalte Wetter – vom rechtsfreien Raum und der Kapitulation des Rechtstaats ist nichts zu entdecken.

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Endlich: Brew Brothers mit Quijote-Bohnen

Quijote-Fans haben in Hamburg eine neue Adresse in St.-Pauli

Bislang hatte ich es noch nicht geschafft, die Hamburger Rösterei Quijote Kaffee zu besuchen. Dabei gibt es mindestens zwei gute Gründe dafür. Zum einen habe ich bei den Bohnen, die mir mitgebracht wurden oder die ich bestellt hatte, immer gute oder gar sehr gute Erfahrungen gemacht. Zum anderen ist das, wie sich der Betrieb in Sachen Ökologie, Transparenz und Gerechtigkeit, einzigartig – zumindest aber sehr vorbildlich. Auf der Homepage ist zu lesen, dass die Entlohnung für die Kaffeeproduzenten überdurchschnittlich bei bis zu einem Drittel liegt.

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Neugier auf Leogold

Gab es einen guten Grund, noch einmal in die Braunschweiger Rösterei Leogold zu fahren? Der erste Besuch im letzten Jahr war eine pappige Enttäuschung, als der Espresso tatsächlich im Pappbecher serviert wurde.

Der gute Grund heißt Neugier. Die ist wohl so stark ausgeprägt, dass sie auch Frustrationen abhaken kann und einen neuen Versuch startet. Bleibt noch die Frage: Neugier für mehr Wissen? Neugier auf Erfahrung? Gibt es am Ende auch eine Sammlerneugier?

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Rocinante Espresso von Quijote

Neu von Quichote aus Hamburg: Rocinante. Probieren lohnt sich.

Aaahhhh. Schon als der Espresso volumig aus dem Siegträger rinnt, ist die Freude groß. Die Crema ist üppig und haselnussbraun marmoriert und löst bei mir Freude aus. Und dass, obwohl neulich im Magazin Crema zu lesen war, dass die Crema beim Espresso tendenziell überbewertet ist. Subjektiv kann ich diese optische und sensorische Komponente nicht außer Acht lassen.

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Gute Frage: Wieso denn Kassel?

In den Hinterzimmern meines Gehirns hat sich das Vorurteil von Kasel mit der langweiligsten Innenstadt Deutschlands festgesetzt. Dazu kommt noch die leichte Verkrampfung bei den Kasseler Bergen, um rechtzeitig auf der Autobahn vor dem Blitzer das Tempo anzupassen. Subjektiv keine gute Ausgangslage, um nach gut 30 Jahren mal wieder die 200.000 Einwohnerstadt zu besuchen.

Die Kaffeerösterin

Am Ende wird es nur ein Aufenthalt von nicht einmal einer Handvoll Stunden. Bei der Gelegenheit habe ich bei der Kaffeerösterin vorbeigeschaut. Aus Gendersicht ist das durchaus auffallend, Frauen allein an der Spitze von Röstereien finden sich meiner Erfahrung zufolge nicht so häufig. Auf Anhieb fällt mir jedenfalls keine andere ein.  

Die Kaffeerösterin in Kassel
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Morgen Kiiiiinder, wird es etwas geheebeen…

Weihnachtszeit für Espressofreunde sind eine harte Zeit. Viele Röstereien haben sich in die Ferien verabschiedet und lassen ihren Laden einfach dicht. Das ist wahrscheinlich gerechtfertigt, für potenzielle Besucher, die an der verschlossenen Tür rütteln, allerdings schade.

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Espressolab marschiert in Nürnberg auf

Das Espressolab Germany in der Nürnberger Schillerstraße

An einem Samstagvormittag ein paar Wochen nach Eröffnung ins Nürnberger Espressolab? Keine gute Idee, denn der riesige Laden ist gerammelt voll, Direktor Özgür Cam rotiert, um nachströmenden Gästen noch einen Platz anzubieten und dem Team im Vorbeigehen noch Anweisungen zuzurufen. Als Notbehelf wird sogar die durch eine Glastür getrennte Schaurösterei geöffnet, um weiteren Platz zu schaffen. Vielleicht hatten alle den Artikel Espressolab Im alten Malzlager Cappuccino trinken der Nürnberger Nachrichten gelesen.

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„Gutes Geld“ für gute Bohnen

Ob das Jahr 2018 für Kaffeebauern ein gutes Jahr war, hängt von deren Geschäftsmodell ab. Wer Arabica-Bohnen über die New York Board of Trade (NYBOT) gehandelt hat, musste das Jahr mit einem ordentlichen Minus abhaken. Mit einem Minus von über 15 Prozent und einigen zackigen Ausschlägen nach oben und unten fiel der Kaffeepreis zum Jahreswechsel auf 1,01 US Dollar.

Für Kleinanleger, die sich als Rohstoffspekulanten betätigen, finden sich Fonds, ETFs oder Futures. Oder sie legen sich die Aktien der italienischen Massimo Zanetti Beverages Group (MZBG) ins Depot. Doch die Kaffee-Holding, die insbesondere durch Segafredo und die gleichnamigen Bars bekannt ist, zeigt sich beim Aktienkurs eher als Wertvernichter.

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Lotterie beim Espresso bestellen

Beim Espresso bestellen überkommt mich manchmal ein mulmiges Gefühl. Da meine ich dann, vom Gesicht des Anderen abzulesen, dass ich nur einen kleinen Kaffee will. Ein echtes Negativ-Highlight war ein zweiter Aufguss bei einer italienischen Espressobar an einer deutschen Autobahn.

Aber selbst beim Besuch von Röstereien ist man vor Unglück nicht gefeit. Manche arbeiten mit ganz neuen Kräften, die noch nicht ordentlich eingearbeitet sind. Das äußert sich in einer ordentlichen Wuselei, wenn zu den sechs Gästen im Raum weitere drei sich an der Bar anstellen. Dann bricht der Betrieb zusammen. Allerdings: Manche führen ihren Betrieb auch so gut, dass jeder Espresso oder Cappuccino immer akkurat serviert wird.

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Nicht nur Teatime in Irland (I)

Wer sich für zwei oder drei Wochen nach Irland zur Rundreise aufmacht, sollte sich schon einmal auf Tee bis zum Abwinken einstellen. Mit dieser mentalen Selbst-Kasteiung habe ich Irland gebucht. Doch wie so häufig im Leben belehrt einen die Realität eines Anderen – in diesem Fall sogar eines Besseren. Lassen wir mal die Kaffee-Angebote von Hotels und B&Bs außen vor – quer durch die irische Republik stößt man auf ziemlich ordentlichen Espresso.

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